Oxyvenierung

Oxyvenierungstherapie nach Regelsberger bedeutet langsame intravenöse Zufuhr von geringen Mengen medizinischen Sauerstoffs zu therapeutischen Zwecken. Sinn der Sauerstoffzufuhr ist nicht eine Erhöhung der Sauerstoffdruckes im Blut, sondern ein Reiz der Sauerstoffbläschen auf die Innenauskleidung der Blutgefäße mit nachfolgenden therapeutisch nützlichen Reaktionen.

Wir verwenden die intravenöse Sauerstofftherapie in erster Linie zur Immunmodulation. Kleinste Sauerstoffbläschen in subtoxischen Mengen erzeugen eine Eosinophilie im Blut. Die Auswanderung der Eosinophilen ins Gewebe wird durch verschiedene Mechanismen gehemmt. Allergische Reaktionen im Gewebe, die klassischerweise durch ein vermehrtes Auftreten von Eosinophilen im Gewebe gekennzeichnet sind, klingen ab. Körpereigene antioxidative Schutzmechanismen werden durch den oxidativen Reiz aktiviert.
Zusätzlich kommt es zu einer Ausschüttung von Prostacyclin, Hämoxygenase-1 und zur Rekrutierung von endothelialen Vorläuferzellen (EPCs) zur Reparatur von Schäden des Gefäßendothels.

Dr. med. Franz Kreutzer beschreibt in seiner Monographie zur intravenösen Sauerstofftherapie detailliert die verschiedenen Wirkmechanismen und belegt sie durch zahlreiche Studien.

Die Oxyvenierungstherapie hat sich insbesondere bei folgenden Indikationen bewährt:

  • Atherosklerotisch bedingte Erkrankungen, arterielle und venöse Durchblutungsstörungen
  • Chronisch allergisch-entzündliche Erkrankungen
  • Chronisch entzündliche Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts, der Leber oder der Niere (incl. Hypertonie)
  • Ödeme aller Art
  • Tinnitus
  • Neurodegenerative Erkrankungen wie M. Alzheimer oder M. Parkinson
  • Autismus, Hirnleistungsstörungen v.a. bei Kindern
  • Autoimmunerkrankungen wie MS, Rheumatoide Arthritis, Sklerodermie
  • Polyneuropathien
  • Erschöpfungszustände und Depression